13. Juni 2021

Beginn 11:30

Kai Schumacher und Yana Gottheil auf dem Hof Sonnenborn

Familie Glasmacher, Sonnenborn 1, 58802 Balve

Es gibt nicht viele klassische Musiker, die auf ihrem Facebook-Account ein Berliner Elektro-Punk-Album aus dem Jahre 1993 empfehlen oder den 25. Todestag von Grunge-Mastermind Kurt Cobain mit einem Link zu dessen Schlüsselsong „Lithium“ ehren. Ob Atari Teenage Riot oder Nirvana: der Pianist Kai Schumacher bewegt sich stilsicher und kenntnisreich in den unterschiedlichsten Gefilden der populären Musik. Dabei hat der Duisburger selbst zunächst die typische Ausbildung im Klassikbetrieb durchlaufen. Nach der städtischen Musikschule besuchte er die Folkwang-Hochschule in Essen. Diese schloss Kai Schumacher 2009 in der Meisterklasse von Prof. Till Engel mit Auszeichnung ab. Vor mittlerweile zehn Jahren, direkt in seinem Abschlussjahr, nahm er sich „The People United Will Never Be Defeated“ von Frederic Rzewski vor und wagte sich hiermit an seine erste von bisher vier Album-Einspielungen.
Ein klares Statement des „Bad Boy of Music“ (Klassik Critix), der seitdem wie ein musikalisch verrückter Wissenschaftler experimentiert und scheinbar unvereinbare Elemente kombiniert – mit überraschenden Ergebnissen. Seine Solo-Performances sind pure musikalische und stilistische Alchemie, die eine berauschende Mischung aus Dadaismus und Dancefloor, Avantgarde und Popkultur bieten – und manchmal vermengt der „Punk-Pianist“ (BR) sogar alles auf einmal.

Auf „Rausch“, seinem aktuellen Album, liegt der Fokus nun erstmals durchgängig auf eigenen Kompositionen. Dabei verzichtet Kai Schumacher auf Overdubs. Überhaupt kommt keinerlei Elektronik zum Einsatz. Stattdessen hat er sein Instrument analog präpariert und die Mechanik des Klaviers dahingehend manipuliert, dass ganz bewusst „schräge“ Töne entstehen. „Rausch ist somit eine Momentaufnahme, die man nicht unbedingt mit Klaviermusik verbindet“, sagt Kai Schumacher. Eine konsequente Positionierung in der modernen Klassik; ein Bekenntnis zur Musik auf der Schwelle zu den neuen Zwanziger Jahren: „Wie tausend kleine, unermüdliche Bienchen flirrt »Rausch« im Ohr“ (BR Klassik). Kai Schumacher macht sein Ding und wendet sich somit vom Kanon und Konvention ab.

Yana Gottheil begann ihre musikalische Ausbildung in Bulgarien. Als Absolventin der National Music Academy in Sofia wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und machte Konzertreisen als Solistin nach Rumänien, Griechenland und Deutschland. In Österreich arbeitete sie mit den Wiener Philharmonikern und scheute auch das deutsche Fernsehen in einem Auftritt mit Joe Cocker nicht. In der Kammermusik-Klasse von Prof. Andreas Reiner an der Essener Folkwang-Uni absolvierte sie schließlich ihr Diplom mit Auszeichnung. Ihre mittlerweile umfangreiche künstlerische Erfahrung erhält sie u.a. als Ensemble-Mitglied der Düsseldorfer Symphoniker, der Deutschen Kammerakademie Neuss und des Belgischen National-Orchesters.

Mit Elif Dimli und Kai Schumacher konzertiert Yana Gottheil als Trio Kaliya.

Yana Gottheil – Geige
Kai Schumacher – Klavier

20. Juni 2021

Beginn 11:30

Trio Elementi auf dem Pferdehof Schulte

Familie Thüsing-Hilgenroth, Recklinghauser Straße 37, 59846 Sundern

Das Trio Elementi wurde 2017 von den drei Musikern Caroline Frey, Benedikt ter Braak und Cornelia Briese gegründet. Diese sind dabei nicht nur Kammermusikpartner, sie verbindet eine langjährige Freundschaft, sowie die Affinität zur Pop und Jazzmusik, welche Sie auch in Ihrer Programmgestaltung mit einbeziehen. Sie gewannen 2018 den dritten Preis beim internationalen „Concours European Musique d’Ensemble“ in Paris, bei welchem sie auch ein Stück des Pianisten Benedikt ter Braak zur Uraufführung brachten. Des weiteren gewannen sie im Jahr 2018 den Köhler-Osbahr Wettbewerb in Duisburg. Neben dem klassischen Repertoire von Beethoven, Mendelssohn, Schubert, Schostakowitsch, Haydn oder Dvorak widmen sie sich schwerpunktmäßig auch eher unbekannter Randliteratur wie Trios des Komponisten Frank Martin, sowie einem stark von Pop und Clubkultur beeinflussten Stil der neuen Musik. Sie spielen regelmäßig eigens für das Trio komponierte Stücke des Pianisten Benedikt ter Braak. Dabei suchen sie auch nach interdisziplinären Verbindungen zwischen Bild und Musik, so spielen sie Teile Ihres Programms mit auf die Kompositionen abgestimmter Visualisierung. Aktuell arbeiten sie an einem Programm zum Thema 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland, bei welchem sie Musik von Mendelssohn-Bartholdy Trio-Arrangements einiger Songs von Leonard Cohen gegenüberstellen.

Benedikt ter Braak – Klavier
Cornelia Briese – Cello
Caroline Frey – Violine

11. Juli 2021

Beginn 11:30

Wir hatten was mit Björn im Park der Sauerlandklinik Hachen

Siepenstraße 44, 59846 Sundern

Es ist schwer eine Musik zu beschreiben, die so ehrlich ist, jedem Song den Raum zu lassen, genau das zu sein, was er sein will. Die Band Wir hatten was mit Björn klingt betörend, nackt und rau, dann wieder zart und intim. Als Zuhörer fühlt man sich zwischen der Band sitzend, als seien die Klänge dicht am Ohr, fast im Kopf und dann im Herz. Es sind Lieder die man auf dem Boden liegend hören will, die die Kälte vertreiben, der Zeit den Vogel zeigen und vom Menschsein erzählen. Diese Musik ist keine Reise zu fernen Orten, es ist ein tiefes Eintauchen in die eigene Intimität. Es ist Popmusik mit komischen Instrumenten. Akustischer Klang von Kontrabass, Posaune und Taschenkoffer, dazu elektronische Sounds. Dazwischen schwebt der Gesang, direkt und pur.

Maika Küster – Gesang
Maria Trautmann – Posaune
Caris Hermes – Kontrabass
Manuel Loos – Kofferschlagzeug

18. Juli 2021

Beginn 11:30

Spark auf dem Tiggeshof

Familie Tigges, Ainkhausen 3, 59757 Arnsberg

Spark denkt Klassik neu. Das Quintett stellt Bach, Vivaldi, Mozart & Co in einen frischen Kontext und schafft Anknüpfungsmomente mit den Klängen und dem Lebensgefühl der Gegenwart. Im Kern klassisch, nach außen eigenwillig, neugierig und unangepasst, schlagen die fünf Musiker ihr Ideenzelt auf einem offenen Feld zwischen Klassik, Minimal Music, Electro und Avantgarde auf.
Lustvoll und lässig werden Stile gemixt und die zahlreichen Klangvariationen ausgelotet, die ihr reiches Instrumentarium aus über 40 verschiedenen Flöten, Violine, Viola, Violoncello, Melodica und Klavier zu bieten hat. Kein Stück gleicht dem anderen, und doch tragen sie alle die ureigene, unverwechselbare Handschrift dieses aufregenden Ensembles.
Im Jahr 2011 mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet, hat sich die im Jahr 2007 gegründete Formation einen festen Platz an der Spitze der jungen kreativen Klassikszene erspielt. Mittlerweile ist das Quintett weltweit auf den renommiertesten Bühnen und Festivals zuhause – sei es in kammermusikalischen Auftritten zu fünft oder als Solistenensemble mit Orchester. Von ihren Fans wird die Gruppe vor allem für ihre mitreißenden, hoch energetischen Live-Performances geliebt. Mit überschäumender Vitalität und der pulsierenden Kraft einer Rockband leben sich die fünf Ausnahmemusiker auf der Bühne aus. Gemeinsam präsentieren sie eine leidenschaftliche Musik, die zündet. Gemeinsam sind sie Spark.

Andrea Ritter – Flöte
Daniel Koschitzki – Flöte
Stefan Balaszovics – Violine
Victor Plumettaz – Cello
Christian Fritz – Klavier

© Gregor Hohenberg

27. August 2021

Beginn 18:30

Chronatic Quartet Familienkonzert

Freie Schule am See Langscheid, Ringstraße 51, 59846 Sundern

Das Chronatic Quartet schafft, was kaum einer Band gelingt: Robbie Williams steigt zu Vivaldi auf die Bühne, Brahms begleitet Freddie Mercury, Mozart geht mit Supertramp auf Tour und Jon Bon Jovi rockt mit Johann Sebastian Bach. Ob Jung oder Alt, Operngänger oder Rocker, Hoch- oder Popkultur: Die vier Musiker bauen dort Brücken, wo üblicherweise Barrieren den Weg versperren. Für das Chronatic Quartet gibt es keine Grenzen. Sie vereinen Musikstile, die oft nur getrennt stattfinden und sind ein Schmelztiegel für das, was Musik ausmacht: Leidenschaft, Herzblut, Virtuosität, Verspieltheit, Freiheit und all die Dinge, die unaussprechlich, aber spürbar sind.

Ihr 2020 erschienenes Album „Patchworks“ widmet sich der Vermischung verschiedenster Genres. Die Kompositionen bestehen nahezu ausschließlich aus Fragmenten und Zitaten von Bach, Beethoven, ABBA, Michael Jackson und vielen weiteren bekannten und unbekannteren Protagonisten der Klassik und Popkultur, welche sie zu in sich geschlossenen Werken wieder „zusammenflicken“.

Aktuell arbeiten sie an einer Rekomposition von Camille Saint-Säens beliebter Orchestersuite „der Karneval der Tiere“, welche sie 2021 veröffentlichen werden.

Tobias Paulus – Violine
Benedikt ter Braak – Klavier
Marco Alleata – Bass
Jan Friedrich – Schlagzeug

(c) Rebecca ter Braak